Oliver Staeuber

Statement

Was mich wirklich stört und ärgert, ist das Eingreifen des Menschen in die Natur, besonders die Launen, die ich sehe, um irgendeine Art von Angst zu vertreiben, es macht mich wütend. Ich bin in der chilenischen Patagonien geboren und aufgewachsen und habe schliesslich in der Schweiz gelebt. Was mich am meisten schockierte und bis heute überrascht, als ich in die Schweiz kam, sind die unzähligen Restaurants auf den Berggipfeln, die unnötige Infrastruktur in der Natur, die eigentlich unberührt sein sollte, die Spielplätze für Kinder in den Wäldern… Braucht man wirklich all diesen Unsinn? Wozu? Reichen die Wälder und natürlichen Räume nicht? Muss wirklich überall eingegriffen werden? Diese menschliche Interferenz in die Landschaft halte ich in meinen Werken auf ironisch „schöne“ Weise fest.

 

Bio

Der chilenisch-schweizerische Künstler Oliver Staeuber (1980) lebt derzeit in Bern, Schweiz. Er begann sich 1999 während seines Architekturstudiums mit bildender Kunst zu beschäftigen. Zehn Jahre später zog er von Chile in die Schweiz, wo er seine Karriere als Architekt und seine Arbeit als Künstler weiterentwickelte. Staeubers Arbeit konzentriert sich auf die Darstellung von Naturlandschaften, Tieren undtraditionellen Ritualen, um die angespannte Beziehung zwischen Mensch und Natur zu erforschen, wobei der Schwerpunkt auf den direkten Auswirkungen des menschlichen Handelns liegt.